Im Leben einer Frau begegnet besonders das weibliche Hormonsystem vielen Veränderungen. Während es sich in den biologisch fruchtbaren Jahren zyklisch innerhalb eines Menstruationszyklus verändert, gewährt es die Möglichkeit, neues Leben heranwachsen zu lassen. Nach den biologisch fruchtbaren Jahren rücken dann neue Lebensaspekte in den Vordergrund und die biologische Gebärfähigkeit tritt langsam in den Hintergrund, bis sie sich irgendwann ganz verabschiedet. Auf dem Weg dorthin muss sich auch das Hormonsystem ganz neu sortieren und an diesen neuen Lebensabschnitt anpassen. Diese Zeit nennen wir die Wechseljahre.
Die Wechseljahre durchlaufen verschiedene Phasen
Die Wechseljahre selber werden in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Sie beginnen mit der Prämenopause. Hier werden zunächst oftmals mehr Eizellen pro Zyklus zum Heranreifen gebracht, jedoch immer seltener vollständig ausgereift und es fallen Eisprünge aus. Dadurch sinkt vor allem der Progesteronspiegel deutlich, während die Östrogenkonzentration stabil bleibt oder sogar zunehmen kann.
In der Perimenopause beginnt dann auch das Östrogen wellenförmig zu sinken, da nun immer weniger Eizellen zum Heranreifen gebracht werden. Dadurch wird auch die Gebärmutterschleimhaut schwächer aufgebaut und die Menstruation weniger, bis sie nach der Menopause (die letzte Menstruationsblutung) ganz ausbleibt.
In der Postmenopause sind Östrogen und Progesteron auf ihrem niedrigeren Level angekommen und der Körper stellt sich auf diese neuen hormonellen Gegebenheiten ein.
Wechseljahre können ganz sanft ablaufen
Je sanfter und gleichmäßiger der Wandel des Hormonsystems im Inneren stattfindet, umso sanfter zeigen sich diese Veränderungen auch im Äußeren. Dabei stellen die Wechseljahre einen ganz natürlichen Prozess im Leben einer Frau dar, für den der Körper entsprechend ausgestattet ist. Die Wechseljahre können also ganz ohne Beschwerden ablaufen.
Wenn die Hormonumstellung doch Probleme macht
Je abrupter und ungleichmäßiger der hormonelle Wandel von sich geht, desto turbulenter zeigen sich die Veränderungen auch im Äußeren und können zu den bekannten Wechseljahresbeschwerden führen. Diese können sich je nach Phase der Wechseljahre unterscheiden. In der Prämenopause sind Frauen vor allem von einem Progesteronmangel und der damit einhergehenden Östrogendominanz betroffen, während in der Perimenopause vor allem abrupt abfallende Östrogenspiegel Probleme bereiten. In der Postmenopause können Beschwerden entstehen, wenn Progesteron und Östrogen zu stark abfallen und nicht ausreichend nachproduziert werden.
So kann es je nach Situation beispielsweise zu verstärkten PMS Symptomen und einer verstärkten Menstruationsblutung, zu Hitzewallungen und Nachtschweiß oder zu trockenen Schleimhäuten und Schlafstörungen kommen.
Wir können den Verlauf der Wechseljahre beeinflussen
Die gute Nachricht ist, wir können den Körper und das Hormonsystem bei einem sanften Wandel unterstützen. So können wir über unsere Ernährung und unsere Lebensweise die hormonellen Umstellungen einer jeden Phase entsprechend der stattfindenden Veränderungen optimal begleiten und auch Beschwerden durch ein hormonelles Ungleichgewicht mildern.
In meinem Webinar „Wechseljahre leicht gemacht! – Alles für den sanften hormonellen Wandel.“ werden wir uns die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren genau anschauen und lernen welche Ungleichgewichte und damit einhergehende Beschwerden in jeder Phase der Wechseljahre auftreten können. Zudem werden wir erfahren, wie wir diese über die Ernährung und Lebensweise vermeiden oder mildern können, um einen sanften Wandel zu erreichen. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!
