Zum Jahreswechsel rücken auch die guten Vorsätze für das kommende Jahr wieder in den Vordergrund. Der Start in das neue Jahr lädt dazu ein, das alte Jahr zu reflektieren und sich bewusst zu machen, was gerne mehr in das Leben integriert werden möchte.
Laut Umfragen sind gerade Vorsätze wie „gesünder ernähren“, „mehr bewegen“ oder auch „Stress reduzieren“ häufig gewählte Vorsätze für das neue Jahr. Dies wiederum sind in unser heutigen Zeit wichtige Aspekte, um unsere Gesundheit zu unterstützen.
„Alles oder nichts“ erschwert die Umsetzung guter Vorsätze
Bekannt sind nicht nur die häufig gewählten guten Vorsätze, sondern auch, dass es oftmals schwer ist, diese Vorsätze auch umzusetzen. Oftmals schaffen wir es motiviert die ersten Wochen im neuen Jahr, unsere Vorhaben beherzt anzugehen und umzusetzen. Mit der Zeit wird es jedoch immer schwerer und nicht selten geben wir sie irgendwann wieder ganz auf. Ein wichtiger Faktor der dazu beiträgt, ist eine „Alles oder nichts“-Einstellung. Sie kann der Grund dafür sein, dass wir Veränderungen in unserem Leben auf lange Sicht nicht gut durchhalten.
Das Problem der „Alles oder nichts“-Einstellung
Häufig sind wir überzeugt davon, dass Erfolg – und damit auch Erfolg in der Umsetzung guter Neujahrsvorsätze – daran zu messen ist, wie viel wir auf einmal umzusetzen schaffen. Zu viele oder zu intensive Veränderungen auf einmal sind bekanntlich jedoch viel schwerer umzusetzen.
Krempeln wir beispielsweise unsere bisherige Ernährungsgewohnheit von einem Tag auf den anderen um und nehmen uns völlig neue Routinen vor (wie beispielsweise viel Obst und Gemüse und wenig Zucker essen sowie geregelte und selbst gekochte Mahlzeiten einnehmen), können wir dies am Anfang meist recht gut. Wir nutzen dann den Energieschub und die Motivation eines Neuanfangs. Jede Veränderung erfordert jedoch vermehrte Energie, da wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten müssen. Erst wenn sie sich zur automatisch ablaufenden Routine etabliert hat, verbrauchen wir wieder weniger Energie. Nehmen wir uns alle Veränderungen auf einmal vor, brauchen wir sehr viel Energie, um all diese neuen Routinen zu entwickeln. Kurzzeitig funktioniert dies, langfristig meist jedoch nicht.
Der Vorteil von „Jeden Tag ein Bisschen“
Kleine Veränderungen jeden Tag sind hingegen sehr viel energiesparender. Wir müssen nicht soviel Aufmerksamkeit auf einmal auf die Veränderung lenken. Deshalb ist es viel einfacher, diese kleine Veränderung durchzuhalten und in eine Routine zu verwandeln, um sie damit auch langfristig stabil in unseren Alltag zu integrieren. Hat sich erstmal eine Routine entwickelt können wir eine neue kleine Veränderung angehen und in unseren Alltag integrieren. Auch wenn wir langsamer voranschreiten, können wir auf diese Weise große Ziele erreichen.
„Jeden Tag ein Bisschen“ bringt uns erfolgreicher ans Ziel
Kleine tägliche Veränderungen mögen auf den ersten Blick nicht bahnbrechend aussehen und erscheinen uns vielleicht auch ungenügend, um unsere Gesundheit ausreichend zu unterstützen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Integrieren wir Veränderungen schrittweise und jeden Tag ein Bisschen, bis sich eine Routine daraus entwickelt hat, können wir auch ein großes Ziel im Auge behalten und Schritt für Schritt darauf zuwandern. Indem wir nicht zu viel Energie dafür einsetzen, können wir die Umsetzung langfristig viel besser durchhalten und kommen damit viel erfolgreicher am Ziel an. Ein weiterer Vorteil ist, dass unser Körper sich an kleine und kontinuierliche Veränderungen auch viel besser anpassen kann, um unsere Gesundheit nachhaltig zu fördern.
Eine gute Planung unserer Vorsätze für das neue Jahr (oder auch zu jedem anderen Zeitpunkt) hilft zusätzlich bei der Umsetzung (siehe auch Ein neues Jahr – mit neuen Vorhaben?). So ist es hilfreich nicht nur den Vorsatz „gesünder ernähren“ zu formulieren, sondern bereits die kleinen Schritte, die wir „jeden Tag ein Bisschen“ in unser Leben integrieren wollen, konkret zu planen.
